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sonntag

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  ich geh’ in ein museum und gucke aus mir raus. dort träum‘ ich grosse träume und geh’ wieder nach haus‘. ich geh‘ in ein museum und gucke in mich rein. „wo bin ich denn zu hause?“ hör‘ ich da in mir schrei‘n. um mich herum nur spanisch, chinesisch und latein. mal alfa, beta, gamma mal alif, taa, sain. charlotte und elisabeth wilhelm, otto und schwein ich weiss nicht mehr wie ich heiss und wer weiss, ob zu fleiss? doch mutter, schwester, vater im himmel preisen mein. auf erden sind sie nicht mehr mir bleibt laib, bett und hain. erinnerung an elsa, inger, olga und toffen. sie alle kamen nicht mehr doch eine tür blieb offen. traurig waren die eltern die jugend kennt kein hoffen. die fjorde und die sunde,  die felsen, die schroffen.

Ab and Down

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​ Ab and down Schon wieder unter der Erde? Ich war grade über ihr - Wie schön es nicht ist Variationen unendlichen Lichts Doch man kriegt ein’s ab da oben, Das sag Ich dir… Wirbelstürme toben  Schreckliche Schicksale schocken  einen Moment    war ich verloren: Es hat mir ein Haar gekrümmt, Der Boden sich gebogen, An ein, zwei Stellen gedückt Vertiefungen zeigten  verborgen, was war… …wieder verschwunden im Morgen Dann In mir  Unter der Haut Erlebt Vertraut. Derweilen unter der Erde… —————— —————— Stille und Transformation Zauber, Wurzel der Vegetation  ——————————— Gebündelt    entsteigt Form, Farbe und Ton, Wird  Norm - -   Bis es bricht ! Und Teil seiner selbst wieder wird, Gebiert: Wiese, Gemüse und Obst Leibhaftige Freuden der  Welt Das Wasser, der Frühling kommt bald, Auch das Rauschen der Blätter im Wald , Jung und Alt zugleich: das Erdenreich.

zu Tiefst (dez ‘22)

​ mein leib zutiefst er trauert dem nach was gar nie war in mir vergeben lymphen den drüsen verarbeiten das was gar Nie  gewesen  das jetzt ist passé die zukunft auch  fern weht ein dunsthauch  erinnernder hoffnung am ende der see greifbar ist nichts was je Erfüllung versprach die trauer so gross   in mir ein keil der mein leben teilt und ärger sät  um mich nicht gewohnt, als sonnenschein, schlechtwetter zu sehen  mein geist -  oh so schwach nur des leibes poren noch wach verbittert der blick durch die weite des landes das  sicherheit böte  Käm ich  in nöte offen gelegt  der  plan langsam komm ich voran Ist weniger das was ich will,  als das, was ich kann auf einmal wieder still

aus: schmutzige blumen (21)

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​ oh, früchte meiner dummheit die ihr wahllos am plafond herumhängt die ihr langsam faulig werdet, sehnsüchtig wartet auf den fall, der euch den sich‘ren tod bedeutet ihr schmeckt so gut!

Rot wie Blut

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Z wetschken, Birnen und Kummer,   noch klein gestückelte Erdbeeren dazu g’nommen. Jedenfalls so viel Gefühl und Arbeit in nur einem Glas - w ie ich es bisher nicht kannte, sei es was besonderes oder einfach nur das, was es ist : 350g  Marmelade  Vergessen e  Bissen Entrück te  Façon  Entzück en des Handwerks Verle  b t  e   Person  … Zu vehle  Zu felle        —— Schadä Marmeladä Adé !! ​

In Polen

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​ Die Stämme der Birken so weiß Wie der Schnee auf den Feldern im Winter Doch kommen  im Frühling die Pollen und das macht uns dann weniger Freude… Auch die kleinsten, entzückendsten  Blättchen  werden zum Herbst hin ‚robust‘.  Und so ist es im Winter dann wieder  Ohne grün und braun nur schwarz und weiß.   Doch das Weiß bleibt das ganze Jahr über und erfreut auch in dunkelster Stund  Streicht man mit der Hand dann darüber Ist  kein andrer    weit und breit so g’schmundt!

Blind (2024)

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​ Frauen und Männer  Mädchen und Jungs Mütter und Väter  Eltern, Onkeln und Tanten Bumms Wissen von Liebe  Die einen mehr  Die anderen weniger Sehen sich wieder und wieder und wieder Und  finden nicht zueinander blödeln herum mit was anderem Bleiben nicht stehen und staunen  Über das Gemälde der Augen  Kinder der Erde unter der Sonne Über den Meeren und auf den Bergen Lebt euer Leben- Gebt nicht zu viel Geht in die Straßen spielt euer Spiel Arbeitet fleißig - Mut und Gefühl Nur einmal gelingt das, was man will Mit Maß und Ziel