sonntag

 ich geh’ in ein museum

und gucke aus mir raus.

dort träum‘ ich grosse träume

und geh’ wieder nach haus‘.


ich geh‘ in ein museum

und gucke in mich rein.

„wo bin ich denn zu hause?“

hör‘ ich da in mir schrei‘n.


um mich herum nur spanisch,

chinesisch und latein.

mal alfa, beta, gamma

mal alif, taa, sain.

charlotte und elisabeth

wilhelm, otto und schwein

ich weiss nicht mehr wie ich heiss

und wer weiss, ob zu fleiss?

doch mutter, schwester, vater

im himmel preisen mein.

auf erden sind sie nicht mehr

mir bleibt laib, bett und hain.

erinnerung an elsa,

inger, olga und toffen.

sie alle kamen nicht mehr

doch eine tür blieb offen.

traurig waren die eltern

die jugend kennt kein hoffen.

die fjorde und die sunde, 

die felsen, die schroffen.



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